HERBERT TUMPEL-PREIS

Zu Ehren ihres langjährigen Präsidenten beschloss der Vorstand der Bundesarbeitskammer (BAK) im März 2013, im Rahmen des Theodor-Körner-Fonds einen "Herbert-Tumpel-Ehrenpreis" für besondere politik-, rechts- sozial oder wirtschaftswissenschaftliche Arbeiten zu schaffen. Eine herausragende wissenschaftliche Leistung in einem dieser Bereiche wird mit jährlich 7.000 Euro prämiert.

Eine persönliche Bewerbung ist nicht möglich, denn der wissenschaftliche Beirat des "Theodor Körner Fonds" unter dem Vorsitz des renommierten Zeithistorikers Univ.-Prof. DDr. Oliver Rathkolb wurde von Mag. Herbert Tumpel ersucht, ihm jährlich einen „Dreier-Vorschlag“ zur Vergabe des Preises vorzulegen. Dieses Jahr entschied sich Herbert Tumpel für die Arbeit von Univ.-Prof. Dr. Harald Eberhard über "Nichtterritoriale Selbstverwaltung. Verfassungsrechtliche Parameter autonomer Verwaltung".

Die Preisübergabe fand im Rahmen der Vergabe der "Theodor Körner Preise" in der Universität Wien statt. Die Laudatio über den Preisträger und seine Arbeit hat emer. Univ.-Prof. Dr. Theodor Öhlinger gehalten.

Die Arbeit analysiert die Dogmatik der nichtterritorialen Selbstverwaltung in Österreich und führt sie auf den aktuellen Stand. Dieses bedeutsame Gebiet der Verwaltungsorganisation reicht von den gesetzlichen beruflichen Vertretungen über die Sozialversicherungsträger bis zu den Jägerschaften. Nach einer umfassenden begrifflichen und systematischen Aufarbeitung sowie einer historischen Darstellung werden aufbauend auf den verfassungsrechtlichen Grundprinzipien der Demokratie und des Rechtsstaates die Kernfragen der – seit 2008 explizit im Kerntext der Bundesverfassung (Art 120a bis 120c B VG) verankerten – nichtterritorialen Selbstverwaltung erörtert. Im Zentrum stehen dabei die Elemente der demokratischen Legitimation. Es werden zudem die einzelnen Parameter der Selbstverwaltungsautonomie wie die Finanzautonomie oder die Frage des autonomen Satzungsrechts behandelt. Nicht außer Betracht gelassen werden auch die europarechtlichen Fragestellungen der nichtterritorialen Selbstverwaltung. Die Arbeit berücksichtigt darüber hinaus bereits die Auswirkungen der mit 2014 wirksam gewordenen Reform der Verwaltungsgerichtsbarkeit auf die nichtterritoriale Selbstverwaltung.

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