Identität(en) in Österreich seit 1945

Im Schuljahr 2012/13 wird von der Österreichischen Präsidentschaftskanzlei abermals ein Geschichtswettbewerb ausgeschrieben, der unter der besonderen Patronanz von Herrn Bundespräsidenten Dr. Heinz Fischer steht.

Thema des neuen Wettbewerbs sind „Identität(en) in Österreich seit 1945“, wobei es um die Entwicklung einer österreichischen nationalen Identität nach 1945 geht – vor dem Hintergrund der Folgen des II. Weltkrieges und des Holocaust, des Wiederaufbaus, aber auch der Migrationsschübe bis herauf in die Gegenwart. In diesem Zusammenhang sollen auch die regionalen Identitäten ebenso berücksichtigt werden, wie auch das Entstehen einer in der Gegenwart intensiv diskutierten europäischen Identität.

Neben der „Ich“-Identität spielt die „Wir“-Identität, oder auch „Kollektive Identität“ genannt, eine wichtige Rolle im Zusammenleben von Menschen in einer Gruppe oder einem größeren Kollektiv. Ausgehend von individueller Identität entstehen auf der Basis von gemeinsamem Wissen, gemeinsamen Vorstellungen und Erfahrungen sowie Erinnerungen jene Wertvorstellungen, die diese Gemeinsamkeit stärken und sichern sollen. Zu diesen Konstruktionen von Identität gehören in einem größeren sozialen Bezugsrahmen auch Sprache und Symbole.

Ziel der Arbeiten sollte es sein, anhand von Interviews im Bekannten-, Freundes- und Familienkreis das Entstehen und den Wandel von nationaler und transnationaler Identität in Österreich seit 1945 zu recherchieren und dokumentieren und vor allem auch eigenständig zu interpretieren.

Teilnahmeberechtigt sind Schülerinnen und Schüler aller Schulen der Sekundarstufe II, d.h. ab der 9. Schulstufe der Schultypen

  • Polytechnische Schulen,
  • Berufsschulen,
  • Berufsbildende mittlere und höhere Schulen,
  • Allgemeinbildende höhere Schulen.

 

Die Gruppenarbeit (mindestens fünf Schülerinnen und/oder Schüler) oder Klassenarbeit kann entweder im Fach Geschichte und Sozialkunde/Politische Bildung, im Rahmen von gegenstandsübergreifendem Projektunterricht oder im Rahmen des Unterrichtsprinzipes Politische Bildung entwickelt und verfasst werden.

Die pädagogische Unterstützung durch Lehrkräfte soll sich auf Motivation und methodische und fachliche Hilfestellung beschränken. Die einzelnen Gruppen bzw. Klassen sollen möglichst alle Recherche und Durchführungsschritte eigenständig setzen.

Die eingesandten Arbeiten werden getrennt nach den vier genannten Schulformen bewertet und ausgezeichnet; eine Zusammenfassung von Einreichungen verschiedener Schultypen ist bei geringer Zahl an Einreichungen allerdings möglich.

Für jede Schulform  (PTS/BS/AHS/BMHS) werden folgende Preise ausgeschrieben:
1. Preis: 2500.-
2. Preis: 1500.-
3. Preis: 1000.-

Die eingereichten Arbeiten werden von einer unabhängigen Fachjury beurteilt. Die Jury behält sich vor, Preiskategorien zusammen zu fassen oder Preise aufgrund zu weniger Einreichungen nicht zu vergeben. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen!

Einsendeschluss ist der 15. März 2013.

Die Verleihung wird am 26. April 2013 – dem Tag vor dem Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung der Provisorischen Staatsregierung Renner vom 27. April 1945 – in der Hofburg von Herrn Bundespräsidenten Dr. Heinz Fischer und Frau Bundesministerin Dr. Claudia Schmied vorgenommen werden.

WICHTIG: Mehr zu den Modalitäten für die Einreichung, zur Aufgabenstellung für die Schülerinnen und Schüler, zu den Preisen sowie zu häufig gestellten Fragen, wie etwa zu Quellen oder Methoden unter

www.theodorkoernerfonds.at/geschichtswettbewerb/.

Der Stadtschulrat für Wien/die Landesschulräte, die Pädagogischen Hochschulen und die Zentralen Lehranstalten werden höflichst ersucht, diesen Erlass in ihrem Wirkungsbereich bekanntzumachen und Schulaufsicht, Lehrende sowie Schülerinnen und Schüler über diesen Wettbewerb zu informieren und bei der Teilnahme an diesem Wettbewerb zu unterstützen.

Wien, 24. Oktober 2012
Für die Bundesministerin:
MR Mag. Manfred Wirtitsch