Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten 2014

Plakat
Gestaltung des Plakates: Mathias Murauer (Höhere Graphische Bundes- Lehr- und Versuchsanstalt)

1914 bedeutete den Anfang vom Ende des alten habsburgischen Europa. Der Erste Weltkrieg mit Millionen Gefallenen, unbeschreiblicher Not und Elend veränderte Österreich, Europa und die Welt grundlegend.

Mit Beginn des Jahres 1934, die Regierung Dollfuß hatte das Parlament bereits im März 1933 ausgeschaltet und regierte diktatorisch durch das Kriegswirtschaftliche Ermächtigungsgesetz, wurden die Arbeiterkammern der Selbstverwaltung entkleidet, die gewählten Mandatare der Freien Gewerkschaften ihrer Funktionen enthoben und die Kammern unter Regierungsaufsicht gestellt. Die blutige Niederschlagung des sozialdemokratischen Aufstandsversuches vom Februar 1934 führte zum Verbot der Sozialdemokratie und im Juli 1934 ermordeten Nationalsozialisten bei einem Putschversuch Bundeskanzler Dollfuß.

60 Jahre später, nach nationalsozialistischen Gräueln und menschenverachtenden Verbrechen, der Wiedererrichtung der Republik und einem erfolgreichen Wiederaufbau, sprach sich die Mehrheit der ÖsterreicherInnen für das größte Friedensprojekt des Jahrhunderts, den Eintritt in die EU aus. Daten, Ereignisse, die nicht nur das Denken der Menschen veränderten, sondern ihrerseits das Produkt von Macht und Gegenmacht in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft waren.

Gefragt wird nach einer eigenständigen Erforschung und/oder  visuelle (audio-) „Erzählung" der Beziehung dieser Schicksalsjahre aus der familiären, lokalen oder regionalen Umgebung in Form einer Projektarbeit mit einer/m BegleitlehrerIn: Was erzählen Denkmäler, Gräber, Briefe, Korrespondenzen, eventuell in Familien noch vorhandene Fotos oder Erinnerungsstücke über 1914 oder 1934? Wer erinnert sich noch an die Volksabstimmung 1994, an die Diskurse in der Gemeinde, im Betrieb, im Gasthaus? Gefragt sind kommentierte Beiträge über Interviews, Filme oder auch schriftliche Berichte. Interessant wäre auch die Darstellung eines dieser Jahre in Form einer kleinen Ausstellung mit kommentierten Erinnerungsstücken, die bei der Preisverleihung in der Präsidentschaftskanzlei im April 2014 präsentiert werden könnte.

Für jeden Schultyp werden ein 1. Preis (2.500 Euro) und ein 2. Preis (1.500 Euro) ausgelobt.

Ende der Einreichfrist: 15. März 2014

 

Aufgabenstellung für SchülerInnen

Erlass des BMUKK

Der Termin der Preisverleihung wird (entgegen den Angaben im Erlass) am 24.4.2014 (11 Uhr) in der Hofburg stattfinden.